Aus dem aktuellen Heft
Hinweis: Das vollständige aktuelle Heft und ein Archiv der vorherigen Hefte finden Sie im Mitgliederbereich.

Wilinaburgia Nr. 241

Liebe Leserinnen und Leser,

136 Schülerinnen und Schüler des Philippinum bestanden im Juni ihr Abitur und sind nun auf dem Weg ins Leben. Und fast die gleiche Zahl, genau 141 , starteten im August auf ihrem Weg zu diesem Ziel. Im Frühjahr wurde Oberstudiendirektor Stefan Ketter offiziell in sein Amt eingeführt und führt nun seit einem Jahr die Schule ins digitale Zeitalter. Ob eine vollständig digitale Schulwelt ein Segen ist, darüber kann gestritten werden. Die Tatsache bleibt. Residuen der Kreidezeit in Gestalt von Tafeln finden sich nur noch im einst so bezeichneten "Neubau" (heute Pavillon). Über die Verwendung von Taschenrechnern wird jedoch schon seit 40 Jahren nicht mehr diskutiert, eher darüber, ob die allgegenwärtigen Smart-Phones nicht doch ihren Platz im Unterricht haben sollten. Oder nur im Leben
außerhalb der Schule. Denn ohne dieses, zugegeben auch nützliche Werkzeug, wissen Schüler der Oberstufe nicht mehr zu sagen, in welchen Fluss die Lahn mündet, wenn sie in einem der beliebten Kanus lahnabwärts treiben. Und Kopfrechnen oder wenigstens der Griff zu Papier und Bleistift scheinen nicht nur aus der Mode gekommen zu sein; beides wird nicht mehr beherrscht.

Wirklich diskutiert wird über das - lässt man die Bundestagswahl einmal unberücksichtigt - Großereignis des Jahres auch nicht. Es wird gefeiert. 500 Jahre Reformation. Ihr wird in diesem Heft eher am Rande gedacht, da ja das ex libris des Justus Syringus, 1540 Gründungsrektor der Schule, wohl nicht mehr als eine Petitesse ist. Interessant in diesem Zusammenhang dürfte der Beitrag von Eugen Caspary sein, der sich mit Joseph Muth und dem allgemeinen Religionsunterricht, dem konfessionsübergreifenden also, im Herzogtum Nassau vor fast 200 Jahren befasst.

Und wie schon im letzten Heft mit Julius Franz Pascha gerät auch diesmal ein vergessener ehemaliger Schüler ins Blickfeld: Ludolf Campausen, ab März 1848 war er preußischer Ministerpräsident. Bei dieser Jahreszahl fällt vielen der Name Heinrich von Gagern ein, Parlamentspräsident der Paulskirchenversammlung in Frankfurt. Dr. Wolfgang Franz hat angeregt, dass sich Schülerinnen und Schüler einmal genauer mit ihm beschäftigen, vielleicht auch eine Broschüre erstellen. Mindestens ebenso interessant wäre es, einmal die Biographie seines jüngeren Bruders Max zu erhellen, den Herzog Adolph 1854 aus nassauischen Diensten entließ, weil Max die reaktionäre Politik des Herzogs nicht mittrug. Der Herzog wäre übrigens in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden.

Doch diese Beiträge sind noch zu schreiben.

Es finden sich also neben den aktuellen Großereignissen der Schule und einem kleinen Kaleidoskop ihrer vielfältigen Aktivitäten wieder eine Vielzahl historischer Themen. Und wenn Sie aktuellere Themen vermissen, so bleibt mir als Schriftleiter an dieser Stelle nur der Wunsch, dass Sie zu Feder und Papier, wahrscheinlicher aber doch zu einem Computer, greifen, um ab- und jenseits der Historie einmal etwas aus der großen weiten Welt von heute oder einem kleinen Ausschnitt von ihr zu berichten. Grenzen sind Ihnen nicht gesetzt.

Wenn Sie die "Wilinaburgia" in Händen halten, hat Weilburgs neuer Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch schon die berühmten ersten hundert Amtstage hinter sich. Mit 61,5 % der Stimmen wurde er im ersten Wahlgang gewählt. Im Heft finden Sie ein Porträt des 33-jährigen Wilinaburgen.

Modern und gegenwärtig gibt sich jedenfalls das neue Logo der Schule, das Eugen Rudolf Ancke kurz vorstellt. Von einer Arbeitsgruppe wohlbehütet entwickelt, erblickte es beim Schulfest vor den Sommerferien das Licht der Welt und rief manches Erstaunen hervor. Sie finden es auch auf der Titelseite, deren verändertes Erscheinungsbild Ihnen hoffentlich zusagt.

Wenig erstaunlich, ja selbstverständlich ist, dass Ihr Verein seine Ziele beharrlich und erfolgreich verfolgt. Der Bericht über die Jahreshauptversammlung legt davon Zeugnis ab. Dazu gehört auch, dass er seine Homepage neu gestaltet hat. Sie soll nicht nur "digitial-natives'; sondern, dem Zug der Zeit folgend, all seinen Mitgliedern eine einfach zugängliche und nutzbare Plattform der Kommunikation bieten. Lesen Sie den Beitrag von Andreas Blum und probieren Sie es einfach einmal aus, was Ihnen die Homepage bietet.

Doch erfolgreiche Vereinsarbeit über96Jahre hinweg -das 100. Gründungsjubiläum der "Wilinaburgia" wirft keine Schatten mehr voraus, sondern naht in immer größeren Schritten - war und ist ohne aktive Mitarbeit der Mitglieder nicht zu haben. Denken Sie doch einmal nach, ob und wie Sie Ihr Wissen und Können in die tagtägliche Vereinsarbeit einbringen können. Auf der kommenden Jahreshauptversammlung am 21. April 2018 stehen die turnusmäßigen Vorstandswahlen an.

Am Ende bleiben mir zwei Dinge:

Wenn Sie das Heft zur Seite legen und Ihr Blick auf die letzte Seite fällt, stimmt Sie, so hoffe ich, Alyssa Knechts (Abitur 2017) Zeichnung auf die besondere Zeit des Jahreswechsels ein. Am Ende wünsche ich Ihnen nun nicht nur eine anregende Lektüre, sondern auch eine frohe Weihnachtszeit und alles Gute für das neue Jahr.

Volker Schmidt

 

AUS DEM INHALT

EDITORIAL
ABITUR 2017

Frank Bröckl, Volker Schmidt: Bericht und Tutorgruppen
Lisa Baumbach: Rede der Abiturientinnen und Abiturienten
Renate Durek: Rede des Schulelternbeirates

Elisabeth Hilt: Rede zur Verabschiedung der Abiturienten
Abiturnoten in Hessen und am Philippinum

Dr. Horst Klassen: Verleihung des Fritz-Glöckner-Preises

BEITRÄGE

Eugen Caspary: Joseph Muth. Ein fortschrittlicher Priester und Pädagoge
Christiane Hensel: Persönliche Erinnerungen an OStD Fritz Lau
Gedenktafeln für die Gefallenen

Friedhelm Schippers: L. Camphausen. Unternehmer u. Ministerpräsident
Krimhilde Zipp: Erwin Piscator - ein Hinweis

Volker Schmidt: Non Lutherus solus, sed etiam Syringus
Volker Schmidt: Kamerad Humor, 2. Teil

RUND UM WEILBURG

Heinz-Ulrich Mengel: Rund um Weilburg
Porträt: Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch

VON DER SCHULE

Frank Bröckl: Von der Schule Februar 2017 bis Juni 2017

Frank Bröckl, Volker Schmidt: Stefan Kettter - Offizielle Amtseinführung
Stefan Ketter: Rede zur Amtseinführung

Eugen Rudolf Ancke: Grußwort derWilinaburgia

Eugen Rudolf Ancke: Ein neues Logo für das Philippinum
Sextaneraufnahme 2017

Stefan Ketter: Rede zur Sextaneraufnahme
Verabschiedungen am Schuljahresende 2016/2017
Zeitstrahl eingeweiht

WILINABURGIA

Verstorbene und Nachrufe
Jahreshauptversammlung 2017

Andreas Blum: Der neue Mitgliederbereich der Wilinaburgia
Mitteilungen des Vorstandes

Personalia

Geburtstage

Aus der Briefmappe

JAHRGÄNGE
HINWEISE

 



Gymnasium Philippinum Weilburg
Gymnasialschulverein Weilburg
Konzertverein Weilburg
Stadt Weilburg


© 2017
Design & Hosting by Büroservice Blum