Jahrgänge
  • Zu sehen sind von links nach rechts, hinten stehend: Prof. Manfred Daniel, Harald Koob, Armin Grimm, Gerhard Brahm, Harald Holzhäuser, Prof. Dr. Detlev Reiter, Jürgen Jung (verdeckt), Dr. Hans-Uwe Mück, Christoph Knodt (verdeckt), Gisbert Beck, Thomas Petrich (Klassenlehrer); sitzend von links Willy Lohwasser, Dr. Manfred Hoppe (verdeckt), Wilfried Heinz, Thomas Lehnhardt, unser Busfahrer, Harry-Peter Winkler, Kurt Betz.

  • Es warten, von links nach rechts Helmut Wilk, Dr. Reinhard Ebert, Christoph Knodt, Jürgen Jung, Kurt Betz, Gisbert Beck, Dr. Manfred Hoppe, Harald Holzhäuser, Wilfried Heinz, Armin Grimm, Harry-Peter Winkler, Josef Hart, Willy Lohwasser, Dr. Demant.

  • Von links nach rechts: Prof. Dr. Detlev Reiter, Thomas Lehnhardt, Prof. Manfred Daniel, Wilfried Heinz, Jürgen Jung, Dr. Reinhard Ebert. Später sind dann noch Christoph Knodt und Dr. Hans-Uwe Mück dazu gestoßen.

Goldenes Jubiläum unseres Abiturs von 1972 - 13c²
Wilfried Heinz | 2022-06-11

Wir gehören wahrscheinlich zu den eher seltenen ehemaligen Klassen, die sich regelmäßig treffen. Nach 1982 und 1992, also 10 und 20 Jahre nach unserem Abitur, haben wir es wirklich geschafft, dann alle 5 Jahre in oder um Weilburg herum zusammen zu treffen. Und dies in einer stets beachtlichen Zahl.

Begonnen hat alles am 7. April 1964 in der Aula im Komödienbau in der Mauerstraße mit unserer Begrüßung und der Klasseneinteilung. Danach ging es 2 Stockwerke tiefer in Raum 17 im gleichen Gebäude, unseren Klassenraum für die Sexta c. In dieser Säulenhalle im Untergeschoss starteten wir mit 33 Schüler*innen, davon 25 männlich, 8 weiblich. Diese Unterscheidung soll deshalb erwähnt werden, da wir ab der Oberstufe, also die letzten 3 Jahre, eine reine Jungenklasse waren und auch so ins Abitur gingen (16 von 17 haben diese Hürde erfolgreich genommen). Dies wird auch ein Grund dafür gewesen sein, dass wir als verschworene Gemeinschaft erschienen. Legendär, zumindest aus unserer Sicht, war die (vorletzte) Klassenfahrt in der 11 nach Amsterdam mit unserem Klassenlehrer Thomas Petrich, zu dem wir  auch nach dessen Ausscheiden aus dem Schuldienst am Ende unserer 11ten Klasse noch ein freundschaftliches Verhältnis pflegten. Das Bild zeigt uns nach der Rückkehr am Weilburger Bahnhof.

(Bild „Heineken“ )

Unsere letzte, damals ja praktisch obligatorische Klassenfahrt führte uns dann 1971 nach Berlin. Das Bild zeigt uns am 1. Mai an einer Bushaltestelle vor unserer Jugendherberge in Tegel, fertig für die damals noch große Reise in den Ostteil der Stadt zur Maiparade auf der Karl-Marx-Allee. Warum wir uns damals so in Schale geschmissen hatten, keiner kann sich heute mehr dran erinnern.

Unser besonderer Dank bei dieser Reise galt Dr. Demant, der praktisch kurz vor der Abfahrt für unseren Klassenlehrer eingesprungen war, da wir ansonsten nicht hätten fahren können.

(Bild Schlange Bushaltestelle )

6 von uns waren durchgängig seit der Klasse 5 dabei.

Die ersten beiden Klassentreffen waren organisatorisch noch schwieriger zu gestalten als die folgenden. Bedingt durch Ausbildung, erste Jobs, Familiengründungen und diverse Umzüge war die Adressnachverfolgung in Zeiten ohne Internet und den Möglichkeiten der heutigen Kommunikation nicht immer einfach. Vielleicht war gerade dies auch ein gewisser Ansporn, alle stets an Bord zu holen.

Beim letzten Treffen 2017 in Löhnberg hatten wir eigentlich vereinbart, uns zukünftig im 3-Jahresrhythmus zu sehen, da wir einerseits ja beruflich nicht mehr eingespannt sein würden, andererseits wir aber auch den biologischen Gegebenheiten Rechnung tragen wollten: es stellt sich immer mehr die Frage, wie viele können beim nächsten Mal überhaupt noch dabei sein? Leider hat uns Corona in den letzten beiden Jahren einen Strich durch die Rechnung gemacht. Obwohl wir diese neuerlichen Treffen jeweils in der Stadt/ Region eines der Ehemaligen abhalten wollten, haben wir uns gerade wegen des 50-jährigen Abiturjubiläums noch mal für Weilburg entschieden. Zukünftig soll dann aber Flensburg im Norden, Berlin im Osten, der Raum Aachen im Westen, das Saarland oder Karlsruhe/ Stuttgart sowie diverse Orte dazwischen eine Reise wert sein. Hier müssen wir noch planen.

2 Klassenkameraden sind bereits verstorben, 2 konnten krankheitsbedingt nicht teilnehmen. Je 2 entschuldigten sich aus familiären Gründen, bzw. wegen Terminkollisionen. So waren wir am Freitagabend nur zu sechst, am Samstagabend acht, darunter 2 Frauen. Weniger als in der Vergangenheit üblich.

Durch unsere regelmäßigen Treffen bisher waren wir uns am Freitagabend (6.5.) in der Lahnschleife gleich sehr vertraut. Wir brauchen auch keine längere Aufwärmphase. Durch die unterschiedlichsten Berufe (Ärzte, Juristen, Banker, Vertreter der MINT-Fächer) haben wir stets interessante Themen, und die unverwechselbaren Stimmen sind uns ja seit mehr als 50 Jahren im Ohr.

Am Samstag (7.5.) hatten wir ein volles Programm. Zunächst ließen wir uns von Frau Helbig sachkundig durch ihr Rosenhang Museum führen. Sowohl vom Gebäude selbst, dieser Kombination aus altem Industriebau und modernen Architektur mit vielen interessanten Features, als auch von den ausgestellten Bildern, Plastiken und Videoinstallationen, einer Sammlung zeitgenössischer Exponate nationaler und internationaler Künstler, waren wir alle sehr angetan. Dieses Museum ist nicht nur für Weilburg, sondern für die ganze mittelhessische Region ein großer Gewinn.

(Bild Sofa Rosenhang Museum)

Nach einem kurzen Imbiss im Außenbereich des Bistros Altes aRThaus, bei einem zu dieser Zeit sehr belebten Marktplatz, freuten wir uns schon auf die anschließende Führung durch „unsere“ Schule ( den Neubau hatten wir ja 1965 in der Quinta mit eingeweiht). Dazu konnten wir den Direktor Stefan Ketter gewinnen, der uns engagiert und anschaulich die Veränderungen, Herausforderungen und Ziele der Schule erläuterte, deren Schülerzahl heute nur geringfügig über der von 1972 liegt.

Die sich anschließende Jahreshauptversammlung der Wilinaburgia gab uns die Möglichkeit, uns auch mit Ehemaligen anderer Klassen nach vielen Jahren wieder einmal auszutauschen. Von Herrn Ancke gab es für jeden der anwesenden Jubilare neben einer Flasche Rotwein auch einen Auszug aus dem Mitteilungsblatt der Wilinaburgia von 1972. Darin waren wir alle mit unseren seinerzeit geäußerten Berufs-/ Studienwünschen aufgeführt. Welche Diskrepanz zwischen diesen Absichten und den späteren Realitäten bei vielen von uns!

Am Abend trafen wir uns dann erneut in geselliger Runde, dieses Mal im Joseph`s Restaurant am Marktplatz. Dieses Restaurant sticht sowohl durch seine Aufmachung als auch durch die Küche aus der Masse deutlich hervor. Wir ließen es uns gutgehen und waren die Letzten, die um Mitternacht das Haus verließen. Ein rundum gelungener Tag ging zu Ende.

Und dies mit einer gewissen Vorfreude auf ein längeres Zusammentreffen, hoffentlich im wieder größeren Kreis, irgendwo in Deutschland.

 

Wilfried Heinz

Mai 2022



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